Ich bin nicht hier, um jemand zu retten.
Und ich bleib nicht, wenn du mich festhältst,
nur weil du Angst hast, allein zu sein.
Du sagst, ich soll bleiben, doch dein Griff tut mir weh,
deine Arme wie Ketten – und ich schlaf nicht, ich steh.
Immer wach, wenn du schweigst – in mir tobt ein Gewitter,
du nennst es Liebe, doch nichts fühlt sich an wie früher.
Ich war Glas in deinen Händen, doch du hieltest zu fest,
und aus Angst, dass ich brech, hast du mich lieber verletzt.
Und ich wollt fliegen mit dir, doch du suchtest nur Halt,
du hast Angst vorm Verlust – und nennst mich deshalb kalt.
Halt mich nicht fest – ich bin kein Anker für dich,
ich trag Sturm in der Brust, doch ich sink nicht für dich.
Wenn du liebst, dann lass los – oder halt mich echt,
aber halt mich nicht klein, nur weil du selber zerbrichst.
Du hast mich gebaut wie ein Bild aus Gefühl,
doch nie akzeptiert, dass ich selber was fühl.
Hab mich leise gemacht, damit du dich nicht verlierst,
doch in deinem Lärm hab ich mich selbst nicht mehr gespürt.
Ich war Licht auf dem Wasser – nicht zum Halten gemacht,
doch du hast mich gewogen, bis das Flimmern zerbrach.
Du wolltest mich retten, doch du zogst mich nur mit,
und nanntest es Liebe, wenn ich still für dich litt.
Ich war Fenster im Sturm, du hast Mauern gebaut,
hast das Leise in mir immer lauter versaut.
Du sagst, du bist da – doch du meinst nur: Bleib still,
und ich kann nicht mehr bleiben, weil ich das nicht mehr will.
Halt mich nicht fest – ich bin kein Anker für dich,
ich trag Sturm in der Brust, doch ich sink nicht für dich.
Wenn du liebst, dann lass los – oder halt mich echt,
aber halt mich nicht klein, nur weil du selber zerbrichst.
Ich hab alles gesagt,
nur nicht laut genug für dich.
Aber jetzt hörst du mich gehen –
und du wirst mich nicht mehr sehen.